PERFORMANCE · 2020
hereinafter
11. Februar 2020
Akademie der Künste Berlin
Pariser Platz · Black Box
Responding Performance
Dance Archive Box Berlin

PERFORMANCE · 2020
11. Februar 2020
Akademie der Künste Berlin
Pariser Platz · Black Box
Responding Performance
Dance Archive Box Berlin
PERFORMANCE · AUSSTELLUNG · 2021–2022
Künstlerisches Langzeitforschungsprojekt
Ausgezeichnet 2021Gewinner des SAAI Award for Art and Society
12. Mai 2022
Spazju Kreattiv · Valletta, Malta
Soloperformance
Ausstellung · Videoarbeit
Präsentation · August 2021
Preisverleihung Ausstellung
Ausstellung und Soloperformance zur Ausstellungseröffnung · 12. Mai 2022
ProgrammarchivAusstellung und Soloperformance zur Ausstellungseröffnung · 26. August 2022
AusstellungsdokumentationIdee, Konzeption, internationale künstlerische Projektleitung, Realisierung, Videoarbeit und Solo-Live-Performances: Lena Michaelis
In enger Zusammenarbeit mit Lakshmipathi Rao Devalla (Machine Learning Engineer).
Transpondancer · 2022
Lena Michaelis arbeitet an den Übergängen von Literatur, Tanz und Hörspiel. Synästhetische Verbindungen von Bewegung, Sprache und Klang bilden ihre eigensinnige Poetik.
Kobaltblau 2025
Eine Tänzerin ist auf dem Weg zu ihrem Auftritt in einem geheimen Club, begleitet von ihrem Partner Milan, der sie auf die Probe stellt.
Wer schafft den Skandal?
Ist es ihr Tanz der provoziert?
Je näher sie dem Inneren des Clubs kommt, desto mehr wandelt er sich zu einem Ausstellungsraum, einer eigenen Szene, die sie betritt.
Kurz vor ihrem Auftritt trifft sie ihre Doppelgängerin. Die Tänzerin Anita Berber.
An der Wand entdeckt sie ein Bild von ihr. Sie tastet es ab wie ihren eigenen Körper.
Die Erinnerungen werden wach. Der Tanz beginnt.
Was bedeutet es ausgestellt zu werden?
Zwischen ihrem Tanz und dem Akt des Schreibens auf den Körper, entfaltet sich die Erinnerung an die Tänzerin Anita Berber, an ihre Auftritte, ihre Beziehungen, ihr Leben.
Die Mehrzahl der Stille / of(f) silences
Ist es eine Stille oder ist es ein Schweigen?
Das Hörspiel befragt den Körper im Tanz. Es ist ein Aussprechen dessen, was im Tanzkontext selten laut gesprochen, gedacht, thematisiert oder getanzt wird.
Wie kann ein Körper außerhalb der Sprache des Besitzes geschrieben, gedacht und gesprochen werden.
Die Mehrzahl der Stille of(f) silences klingt aus verschiedenen Räumen. Der Raum des Tanzstudios, der Raum der eigenen Körperwahrnehmungen und Reflexionen der Tänzerin Nusch. Der Spiegel, der Raum des Offs, aus dem die Anweisungen des Choreographen Peer kommen, sind Mitspieler. Zwei Tanzanweisungen laufen vom Band ab: Ballett, Jazz, Melancholie I. und II. Choreographien. Ein getanztes Solo No-Body-Manifest in Gedichtform.
Welches Sprechen findet im Tanz statt und wie gestaltet sich die Wechselbeziehung zwischen Körpererinnerung, Worten und dem Körper der Tanzenden? Es ist ein Manifest für die Sinne und das eigensinnige Handeln.
Rezension
Die Mehrzahl der Stille / of(f) Silences von Lena Michaelis
Rezensiert von dem Tanzjournalisten und Autor Arnd Wesemann In: tanz. Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance. Novemberausgabe 2025. Der Theaterverlag, Berlin
Mollusken
Die vulkanische Landschaft ist mit Asphalt bedeckt. Erde wird in Plastiksäcken verkauft, die Luft in Mohshärte gemessen. Zwei Wächter formen mit geöffnetem und geschlossenem Mund das A-UN, den Anfang und das Ende der Dinge. Ein Schäfer kümmert sich um die Verlassenen der Straße, lässt eine Flasche Wasser aus seiner Hand trinken. Zwischen Zerstören und Schaffen entstehen eigene Lebensformen. Mollusken. Es ist ein Ton. Es ist toxisch. Es ist unedel. Kobaltblau ist Malvins Entschluss, er versucht der Reaktion zu entkommen. Verwitterungen laufen als Prozesse in ihm ab. Jede Bewegung beginnt eine Erzählung. Es ist ein innerer Prozess, der in allen Sinneseindrücken auftaucht. Ein Laut, eine minimale Regung setzt sich fort. Die Dinge ändern ihre Zustände. Die Zeiten der Gegenwart laufen in unterschiedliche Richtungen. Onomatopoesien sprechen Bewegung in Klang, verdichten die frühesten Erinnerungen eines Eindrucks. Malvin ist ein Kopffüßler, auf dem Weg zu den erinnernden Orten seines Körpers.
Text · Tanz · Stimme
Berlin
Lena Michaelis arbeitet an den Übergängen von Literatur, Tanz und Hörspiel. Zwischen Text und Bewegung entsteht ihre eigensinnige Poetik, eine Sprache ausgehend vom Körper.
Sie studierte Literarisches Schreiben (M.A. 2018) und Tanzwissenschaft (M.A. 2025) und im Kombi-Bachelor Kunst-und Bildgeschichte.
Die Performance hereinafter choreographierte und tanzte sie 2020 in der Akademie der Künste. 2021 gewann sie den SAAI Award for Art and Society mit ihrem künstlerischen Langzeitforschungsprojekt zu Tanzvokabular Transpondancer. Die eigens entwickelte Solo-Performance Transpondancer zeigte sie zu den Ausstellungseröffnungen in Malta und Essen.
Ein Jahr später entwickelte sie die ortsspezifische Performance Nachtschattengewächse.
2024 veröffentlichte sie ihre Novelle Mollusken.
Im Jahr darauf publizierte sie das Hörspiel Die Mehrzahl der Stille und die lyrische Erzählung in fünf Bildern Kobaltblau. Im selben Jahr zeigte sie ihre szenische Arbeit furor anlässlich eines Kunstfestivals als Soloperformance.
2026 entwickelt sie die Live-Hörspiel-Performance Mollusken, basierend auf ihrer Novelle als Klangstück in Zusammenarbeit mit der Komponistin Kai Kobayashi. In diesem Jahr erhält sie für ihre Literaturperformance Milieu zum Milieuschutz in Kreuzberg die Projektfonds Kulturförderung vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.
radikal literarisch
Live-Audiodeskriptionen für blindes und sehbeeinträchtigtes Publikum gestaltet sie als Tänzerin und arbeitet in Berlin am Maxim Gorki Theater.
HAU Hebbel am Ufer · Sophiensæle · Radialsystem · Tanzfabrik Berlin · fabrik Potsdam · Tanz im August · No Limits Festival · Sense Festival · Tanznacht Berlin · Kuyum Arts Tanzplattform · tanzhaus nrw · HELLERAU · Tanzplattform Theater Freiburg
Für Aufführungen, Lesungen, Hörspiel, Audiodeskription und Kooperationen.
info.lena_michaelis@gmx.de